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„Es kommt mir in der Tat so vor, als ob die Arbeit von Freud in allgemein kultureller Hinsicht wichtiger ist als die der meisten berühmten Gelehrten unserer Zeit, und daß nur die physikalischmathematischen Forschungen der Einstein-Lorentzschen Schule damit zu vergleichen sind.“
„… Man kann sich denken, wie liebenswürdig eine Therapie, die Triebverdrängung als Grund aller Neurosen annimmt, und zum Zwecke der Psychoanalyse das Sexualleben in absolut rücksichtsloser Weise durchsucht und durchstöbert — von Moralisten und Seelenhirten aufgenommen worden ist.“
„… Von größter Wichtigkeit ist wohl Freuds Behauptung, daß die Sexualität schon im zartesten Kindesalter ihren Anfang nimmt und daß fast alle sexuellen Störungen zurückzuführen sind auf Eindrücke, Erregungen, physische Verletzungen in der Kindeszeit. Jeder Nervenarzt wird das Hervortreten dieser Tatsachen würdigen müssen, als von eminenter Bedeutung für Hygiene und Therapie. Schon allein dadurch verdient Freud die Dankbarkeit der Menschheit.“
„… Wer dichterisch, — d. h. tief und ganz menschlich die Freudschen Entdeckungen empfindet, wird von einem Schauder ergriffen.“