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Bruchstück aus einer Arbeit über „Elternfehler“, die in einem voraussichtlich Frühjahr 1926 erscheinenden Sammelwerk „Die Psychoanalyse in der Erziehung“ enthalten sein wird. (Das von Dr. Wilhelm Hoffer herausgegebene Werk enthält Beiträge von Aichhorn, Bernfeld, Chadwick, Anna Freud, Friedjung, Hug-Hellmuth, Klein, Pfister, Beata Rank, Sachs, Schneider, Vera Schmidt, Hedwig Schaxel und Zulliger.)
Eine richtige Sexualentwicklung ist nur innerhalb einer gediegenen Gesamterziehung möglich. Wer da glaubt, mit ein bißchen Aufklärung und viel gouvernantenhaften Warnungen auszukommen, begeht einen schweren Irrtum. Ernste Schädigungen des Sexuallebens pflegen das ganze übrige Leben aufs stärkste zu beeinflussen, und eine gesunde ethische Allgemeinerziehung kommt meistens der Entwicklung der Geschlechtlichkeit und Liebe in hohem Maße zugute. Allein wenn arge Verstöße auf letzterem Gebiete eingetreten sind, vermag die tüchtigste Erziehung aller übrigen Lebenstendenzen den Schaden oft nicht gutzumachen. An der einen Klippe zerschellt das ganze Lebensschiff.
Was für ein Unglück sexuelle Fehlentwicklung bedeuten kann, machen sich viele Eltern nicht klar. Wenn sie aber wüßten, wie schwer viele Homosexuelle, Sadisten, Masochisten,