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Bruchstück aus der letzten der drei Abhandlungen des Verfassers, die unter dem Titel „Psychoanalytische Studien zur Charakterbildung“ als Band XVI der „Internationalen Psychoanalytischen Bibliothek“ erschienen sind, und den Analcharakter, die Beiträge der Oralerotik zur Charakterbildung und die Prozesse der Charakterbildung auf der „genitalen“ Entwicklungsstufe behandeln.
Die geeignetsten Studienobjekte bilden in der psychoanalytischen Praxis diejenigen Patienten, welche zu gewissen Zeiten unter den Augen des behandelnden Arztes bestimmte Charakterzüge gegen andere vertauschen. Ich kann z. B. von einem jüngeren Manne berichten, dessen anfängliches soziales Verhalten sich unter der Wirkung der Behandlung allmählich so weit änderte, daß bestimmte, ausgeprägt unsoziale Charakterzüge verschwanden. Vorher unfreundlich, mißgünstig, überheblich, habgierig, kurzum mit einer ganzen Anzahl oraler und analer Charakterzüge ausgestattet, wechselte er sein soziales Verhalten im Laufe der Zeit mehr und mehr. In unregelmäßigen Abständen aber traten heftige Widerstände hervor, welche jeweils einen Rückschlag zu der bereits teilweise aufgegebenen archaischen Bildungsstufe seines Charakters mit sich brachten. Sein Verhalten wurde dann jedesmal gehässig, feindselig, seine Redeweise überheblich und höhnisch; an Stelle eines liebenswürdigen und höflichen Benehmens trat Mißtrauen und Gereiztheit. Er gab alle freundlichen Gefühlsbeziehungen zu Menschen, den Arzt inbegriffen, für die Dauer dieses Widerstandes auf und stellte eine völlig entgegengesetzte Art von Beziehungen zwischen sich und der Außenwelt her. Während er auf Personen in ablehnender und gehässiger Form reagierte, wandte sich sein Begehren in schrankenloser Weise den leblosen Objekten zu. Sein ganzes Interesse galt