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Die folgenden Bruchstücke sind der anfangs September 1926 im „Internationalen Psychoanalytischen Verlag“ erscheinenden neuesten Schrift Sigm. Freuds, „Die Frage der Laienanalyse, Unterredungen mit einem Unparteiischen“, entnommen. Das Buch enthält mehr, als der Titel verrät. Der Begründer der Psychoanalyse nimmt nicht nur Stellung zu der jetzt aktuell gewordenen Frage, ob die Handhabung der von ihm geschaffenen Therapie den Medizinern vorbehalten bleiben soll, sondern gibt wieder in knappen Zügen eine Darstellung seiner Lehre, sowohl der tiefenpsychologischen Ergebnisse, als ihrer praktischen Anwendung bei der analytischen Bekämpfung von Neurosen und Charakterstörungen. Diesmal wendet sich die Darstellung der Psychoanalyse nicht an ein gelehrtes Publikum, sondern — in Dialogform, lehrend, Vorurteile auflösend und diskutierend — gleichsam an einen als einflußreich angenommenen Mitbürger, in dessen Gesichtskreis die Psychoanalyse jetzt als Objekt der Gesetzgebung und der Gesetzesanwendung gerückt ist. Insbesondere die konkreten Vorgänge während der analytischen Kur werden eingehender verdeutlicht, als es in sonstigen gemeinverständlichen Darstellungen bisher geschah. — Die hier wiedergegebenen Bruchstücke sind dem letzten Teile des Buches entnommen, der die im Titel angeführte „Laienfrage“ selbst behandelt.
Ein historisches Anrecht auf den Alleinbesitz der Analyse haben die Ärzte nicht, vielmehr haben sie bis vor kurzem alles aufgeboten, von der seichtesten Spötterei bis zur schwerwiegendsten Verleumdung, um ihr zu schaden. Sie werden mit Recht antworten, das gehört der Vergangenheit an und braucht die Zukunft nicht zu beeinflussen. Ich bin einverstanden, aber ich fürchte, die Zukunft wird anders sein, als Sie sie vorhergesagt haben.
Erlauben Sie, daß ich dem Wort „Kurpfuscher“ den Sinn gebe, auf den es Anspruch hat an Stelle der legalen Bedeutung. Für das Gesetz ist der ein Kurpfuscher, der Kranke behandelt,