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Aus der „Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse“, Bd. XII, Heft 3 (erschienen am 6. Mai 1926, zum 70. Geburtstage Sigm. Freuds).
Freud weist uns in einigen seiner letzten Arbeiten mit wachsender Dringlichkeit auf eine Einseitigkeit in der Richtung der analytischen Forschung hin, die darin besteht, daß bis vor nicht allzulanger Zeit nur die Psyche des Knaben und des Mannes zum Objekt der Untersuchungen gemacht wurde.
Der Grund hiezu liegt ja auf der Hand: Die Psychoanalyse ist die Schöpfung eines männlichen Genies, und auch fast alle, die seine Ideen weiterbildeten, waren Männer. Es ist nur recht und billig, daß ihnen eine männliche Psychologie näher lag, und daß sie von der Entwicklung des Mannes mehr verstanden als von der der Frau.
Einen grundlegenden Schritt zum Verständnis weiblicher Eigenart machte Freud selbst mit der Aufdeckung des Penisneides,