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Aus dem im Frühjahr 1927 erschienenen Sammelwerk „Bausteine zur Psychoanalyse“ von S. Ferenczi, das in 2 Bänden (I. Band: Theorie, II. Band: Praxis) größere Studien und kleinere Aufsätze des Verfassers aus den Jahren 1907-1926 vereinigt. (Preis jedes Bandes geh. 12 M, in Ganzleinen 14 M.)
Bei allen Analysen wird man früher oder später vor die Frage gestellt, ob man die geschlechtlichen oder exkrementellen Organe, Tätigkeiten und Stoffe mit ihren volkstümlichen (obszönen) Bezeichnungen vor dem Kranken erwähnen (aussprechen) und ihn zum ungeschminkten, unveränderten Aussprechen der obszönen Worte, Redensarten, Flüche usw., die ihm einfallen, verhalten soll, oder sich mit Anspielungen darauf oder den wissenschaftlichen Benennungen dieser Dinge begnügen kann.
In einer seiner frühen Arbeiten macht uns Freud darauf aufmerksam, daß man Mittel und Wege findet, auch die verpöntesten geschlechtlichen Betätigungen (die Perversionen) mit den Kranken durchzusprechen, ohne ihr Schamgefühl zu verletzen, und rät dabei zur Benützung der ärztlichen Fachausdrücke.
Nun vermeidet man es am Anfang der psychoanalytischen Behandlung, den Widerstand der Kranken unnötig zu reizen und hiedurch der Fortsetzung der Analyse vielleicht unüberwindliche Hindernisse zu bereiten. Man begnügt sich daher zunächst mit den erwähnten „Anspielungen durch ein Kleinstes“ oder mit ernsten wissenschaftlichen Kunstausdrücken und kann sich recht bald mit seinem Kranken über die „heikelsten“ Dinge und Vorkommnisse des geschlechtlichen, wie überhaupt des Trieblebens, aussprechen, ohne eine Spur von Schamreaktion