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Aus der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik“ (jährlich 12 Hefte, 10 M.).
Die psychoanalytische Pädagogik lieferte den Nachweis, daß Tausenden von Schülern, die an schweren Noten leiden und in bedauerlicher Fehlentwicklung begriffen sind, durch geeignete Maßregeln geholfen werden kann, während man sie bisher ihrem traurigen Los rat- und hilflos überlassen mußte. Nicht nur peinliche Krankheitssymptome, sondern auch manche Charakterverzerrungen, Mißbildungen des Intellektes, Fehler des Gefühls- und Willenslebens im allgemeinen oder in einzelnen Äußerungen wären hier zu nennen. Die neuen Rettungsmöglichkeiten werden uns zu hoher Freude emporheben. Allein dieses Glücksgefühl wird sofort gedämpft durch die Erfahrung, daß die ungeheure Mehrzahl der hilfsbedürftigen Kinder mit den Segnungen der analytischen Erziehung, die sie aus ihrem Sumpf zu ziehen imstande wäre, niemals in Berührung tritt.
Wie viel seelisches Elend könnte beseitigt, wie manche drohende Fehlentwicklung oder Katastrophe vermieden werden, wenn die Schüler wüßten, an wen sie sich in ihrem Unglück wenden könnten um sachkundigen Beistand zu finden! Und welch ein gewaltiger Fortschritt wäre es, wenn ihnen bekannt wäre, daß man in unzähligen Fällen, unter denen sie leiden, erfolgreich zu helfen vermag!