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Aus der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik“.
Wer die Psychoanalyse mehr als oberflächlich kennt, darf füglich erstaunt sein, daß das bündige „Nein“ auf diese Frage von niemandem geglaubt wird. Nachdrücklich hat Freud, der es doch eigentlich wissen müßte, seine Psychoanalyse als Heilbehandlung, als Forschungsmethode und als Summe von Ergebnissen wissenschaftlichen Nachdenkens über seelische Tatsachen hingestellt. Die Feinde und auch viele Freunde der Psychoanalyse bleiben bei ihrer Überzeugung, daß diese Freudsche Lehre mehr sei als Wissenschaft, daß sie Philosophie, Weltanschauung, Religion sei oder doch werden wolle. Es mag sich daher empfehlen, die Tatsache anzuerkennen, daß es neben der Freudschen Wissenschaft Psychoanalyse noch eine „Psychoanalyse“ gibt, die Weltanschauung mindestens sein möchte.