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Aus dem soeben erschienenen — sechs psychoanalytische Studien über den Witz enthaltenden — Buche „Lust und Leid im Witz“ von Theodor Reik (Geh. M. 4.40, Ganzleinen M. 6.—). Die fünf anderen Studien behandeln: Die elliptische Entstellung — Psychoanalyse des jüdischen Witzes — Künstlerisches Schaffen und Witzarbeit — Anspielung und Entblößung — Die zweifache Überraschung
Die nachfolgenden Anmerkungen beanspruchen nicht, das Problem des zynischen Witzes, seiner seelischen Voraussetzungen und Ziele, zu lösen; sie wollen nur einige Charakteristika dieser Witzesart zeigen und auf diesem Wege jenen Fragen näher zu kommen suchen. Der zynische Witz gehört unstreitig der tendenziösen Art an. Als sein spezifisches Merkmal werden von Freud besonders seine Angriffsobjekte hervorgehoben:1 „Institutionen oder Personen, sofern sie Träger derselben sind, Satzungen der Moral oder Religion, Lebensanschauungen, die ein solches Ansehen genießen, daß der Einspruch gegen sie nicht anders als in der Maske des Witzes, und zwar eines durch seine Fassade gedeckten Witzes auftreten kann.“ Allgemein hochgeschätzte Personen oder Institutionen werden also zu Objekten des zynischen Witzes, welcher der Auflehnung gegen sie die besondere Form leiht.