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Stefan Zweig stellt seiner großen Studie über Sigmund Freud, die im Frühjahr 1931 im Inselverlag erscheinen wird und aus der wir hier das vorstehende „Bildnis Sigmund Freuds“ zum Vorabdruck bringen konnten, folgendes Motto voran:
„Wenn sich das geheime Spiel der Begehrungskraft bei dem matteren Licht gewöhnlicher Affekte versteckt, so wird es im Zustand gewaltsamer Leidenschaft desto hervorspringender, kolossalischer, lauter: der feinere Menschenforscher, welcher weiß, wie viel man auf die Mechanik der gewöhnlichen Willensfreiheit eigentlich rechnen darf und wie weit es erlaubt ist, analogisch zu schließen, wird manche Erfahrung aus diesem Gebiet in seine Seelenlehre hinübertragen und für das sittliche Leben verarbeiten … Stünde einmal wie für die übrigen Reiche der Natur ein Linnäus auf, welcher nach Trieben und Neigungen klassifizierte, wie sehr würde man erstaunen …“
Schiller