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Als V. Band der von Paul Federn (Wien), Heinrich Meng (Frankfurt) und Georg Honigmann (Giessen) im Hippokrates-Verlag, Stuttgart, herausgegebenen Schriftenreihe „Hippokrates-Bücher für Ärzte“ ist soeben — im Herbst 1930 — eine umfangreiche medizinisch-statistische und sozialbiologische Studie von Dr. Sigismund Peller (Wien) über „Fehlgeburt und Bevölkerungsfrage“ erschienen. Ein historischer Teil gibt eine Übersicht über den Stand des Bevölkerungsproblems und über die Grundanschauungen und Tendenzen der Bevölkerungspolitik von der Zeit der alten Ägypter und alten Juden bis zur Gegenwart, wobei besonders die malthusianischen Bestrebungen und die Gegentendenzen, die Geburtenförderung in Frankreich, die Bevölkerungspolitik im heutigen Deutschland und im fascistischen Italien berücksichtigt werden. Eingehende statistische Darstellungen geben einen Überblick über alle mit dem Abortus zusammenhängenden
Page 97Tatbestände (z. B. Abortus und Fortpflanzungsleistung, A, und Beruf, A. und Prostitution, A. und Sterblichkeit usw.). Ein besonderer Teil ist der Erörterung der medizinischen, rassenhygienischen, nationalökonomischen und politischen Erwägungen im Zusammenhang mit der Abortusfrage gewidmet. Im Abschnitt „Öffentliche Meinung“ wird die Stellungnahme der katholischen und die der protestantischen Kirche, der Nationalisten und der Sozialdemokraten und Kommunisten erörtert. Bei der Behandlung des nationalistischen Standpunktes kann Peller nicht umhin, auch die Frage nach dem Woher und Wohin der nationalistischen Ideologie überhaupt zu streifen. Die Bedeutung des nationalen Gedankens für das weltpolitische Geschehen — führt Peller aus — ist ungeheuer, weil die nationale Bindung sich stärker erweist, als die anderen derzeit vorkommenden Gruppierungsformen, und weil die nationale Ideologie Zustände extremster Verleugnung des Rationalen, pathologische Massenreaktionen erzeugen kann, wie sie im gleichen Umfang und solcher Stärke kaum ihresgleichen in der Weltgeschichte finden. Dr. Pel