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Wir geben hier ein kleines Bruchstück aus dem I. Kapitel des soeben erschienenen Buches „Hysterien und Zwangsneurosen“ von Otto Fenichel wieder. Dieses Buch und ein gleichzeitig erschienenes zweites Buch desselben Verfassers („Perversionen, Psychosen, Charakterstörungen“) tragen einem lange empfundenen Bedürfnis Rechnung: sie geben die erste ausführliche und systematische Darstellung der psychoanalytischen speziellen Neurosenlehre. Das Buch „Hysterien und Zwangsneurosen“ (Geh. Mark 7.—, in Ganzleinen Mark 9.—) behandelt im ersten Kapitel die Hysterie, in einem zweiten die Angsthysterie und in den weiteren Kapiteln die hysteriformen Krankheiten, die Zwangsneurose, und die prägenitalen Konversionsneurosen (Stottern, Asthma bronchiale, psychogener Tic). Ein umfassendes Literaturverzeichnis (mit nahezu 400 Titeln) und ein sehr detailliertes Register schließen das Werk ab.
Neben den direkten Gefühlsbeziehungen zu Objekten, Liebe und Haß, gibt es noch eine zweite Möglichkeit von Beziehungen zwischen einem Subjekt und Objekten, die Identifizierung, die Angleichung des eigenen Ichs an das Vorbild des anderen, die durchaus unbewußt und praktisch meist als Ersatz für eine verloren gegangene eigentliche Objektbeziehung eintritt. Solche Identifizierungen spielen bei der Hysterie in mehrfacher Form eine große Rolle.
a) Am verständlichsten ist die „Identifizierung auf Grund des gleichen ätiologischen Anspruchs“. Daß die Hysterie alle Krankheiten nachahmt, war stets bekannt. Was aber bewegt sie dazu? „Die Sucht aufzufallen“ kann uns nicht wirklich etwa eine Epidemie von chorea maior erklären, Wenn aber, nach dem Beispiel Freuds, die Anfälle des ersten Mädchens im Pensionat nach einem Liebesbrief aufgetreten sind, so versteht man, wenn dann auch alle anderen Mädchen Anfälle produzieren: Sie wollen auch Liebesbriefe bekommen. Sie sagen sich gleichsam, wenn man von einem solchen Anlaß Anfälle bekommen kann, dann bekommen wir auch welche, denn wir wollen den gleichen Anlaß haben. Die Id