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Aus dem soeben erschienenen Buche „Hysterien und Zwangsneurosen.“ (Siehe die Vorbemerkung zum vorangehenden Beitrag: „Hysterische Identifizierung“.)
Wie etwa ein Fall von Hysterie, der ganz bestimmte Tage seines Lebens nicht erinnern kann, sich zur Demonstration der Verdrängung ganz besonders eignete, obwohl doch alle Hysterien verdrängen, so gibt es auch besondere „Isolierungs“-Fälle unter den Zwangsneurotikern, obwohl doch alle Zwangsneurotiker isolieren.
Ein 17-jähriger Mann erkrankte im Anschluß an den Kampf um die Onanieabgewöhnung. Nach kurzer Zeit schuldfreier onanistischer Befriedigung — die stets im Alleinsein erfolgt war, während er öfter mutueller Onanie seiner Kollegen, selbst unbeteiligt, zugesehen hatte — hielt der Pastor einmal eine Rede gegen die Onanie, in der er den Rat erteilte, mit Jungen, die so was täten, nicht mehr zu verkehren. Die Genitalität unseres Patienten war in der Kindheit durch eine überstarke Kastrationsangst gehemmt gewesen. Eine passiv-anale Fixierung erleichterte die neuerliche Regression. Er nahm sich die Rede des Pastors sehr zu Herzen, beschloß, seinen Rat zu befolgen und besonders mit einem Jungen, der es am schlimmsten getrieben hatte, nicht mehr zu reden. Eine Zeitlang ging das gut. Dann aber verlangte die Versuchungsgefahr stärkere Abwehr, die Vermeidung des Verkehrs nahm phobische Formen an und mußte durch zwangsneurotische