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Anschließend an eine Bemerkung Freude in seiner Schrift „Das Unbehagen in der Kultur“ leitet der Dichter Albrecht Schaeffer hier eine Auseinandersetzung ein, auf die sich der folgende Beitrag Erlenmeyers und die anschließende Arbeit Sigmund Freuds beziehen.
Wenn etwas Neues zum Licht will — Tat, Werk oder Gedanke, so bedarf es, außer des eigenen Werde-Triebs, eines Widerstands außerhalb seiner selbst; es bedarf eines Feindes, um so, an ihm seinen Willen zum Leben kräftigend, sich emporzukämpfen, die letzte trennende Decke zu durchstoßen — oder aus Unklarheit und Gestaltlosigkeit die lebendige und geprägte Form zu gewinnen. Die großen Männer unserer Geschichte zeigen uns, wie sie wurden; sie verdanken ihre beste Kraft ihren Feinden.
So waren es — in erheblich bescheideneren Grenzen — hypothetische Sätze über die „Zähmung des Feuers“ in dem neuen Buche Sigmund Freuds über „Das Unbehagen in der Kultur“, die in mir einer seit langem gehegten Mutmaßung über die Erfindung des Feueranzündens nun zu einer Festigung verhalfen, sodaß sie sich aussprechen läßt. Wenn es daher nötig ist, daß ich mich zunächst gegen die Hypothese Freuds wende, so geschehe es nicht ohne die Erklärung, daß es das ein zelne Wort ist, aber nicht der Mann, das ich zu bestreiten versuche, da ich für die seltene Persönlichkeit des Vieles wissenden und durch bedeutsame Entdeckungen der Menschheit wichtigen Gelehrten nur die größte Verehrung empfinde. Wobei ich noch davon absehe, daß seine Hypothese für ihn, abseits von seinem eigentlichen Weg liegend, von ihm nur gestreift wurde und, jedenfalls innerhalb der Grenzen jener Schrift, für ihn nicht von erheblicher Bedeutung war.