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Der Aufsatz erschien zuerst in dem Sonderheft „Spielen und Spiele“ der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik“, VI. Jahrgang 1932, und wurde für den Almanach vom Autor neu bearbeitet. Das Sonderheft enthält u. a. Beiträge von Ernst Schneider (Kinderreigen), N. Searl (Spiel, Realität und Aggression), Hans Zulliger (Zur Psychologie des Kinderspiels), Wilh. Hoffer (Das Archaische im Spiel). Preis des Heftes M. 2.—.
Das Kinderspiel hat bei vielen Psychologen verschiedener Richtungen seine wissenschaftliche Behandlung gefunden. Die Kinderpsychologie, die an unseren Universitäten gelehrt wird, hat sich mit dem merkwürdigen Phänomen beschäftigt, daß ein beträchtlicher Teil des Tages des heranwachsenden Kindes mit Spiel ausgefüllt ist, und es wurden verschiedene Ansätze zu seiner Erklärung unternommen. Wir wollen nun sehen, was die Psychoanalyse zur Frage des Kinderspieles auszusagen hat.
Wer die Literatur der Schulpsychologie zum Spielproblem mit den — mehr gelegentlichen — Publikationen der Psychoanalyse über diese Frage vergleicht, dem wird vor allem auffallen, daß es jedesmal eine andere Gruppe von Spielen ist, die das Hauptaugenmerk auf sich lenkt. In der Schulpsychologie werden vornehmlich die sozusagen offiziellen Spiele des Kindes betrachtet, Spiele, die typisch sind und von allen Kindern geübt werden. In der psychoanalytischen Literatur dagegen erregen andere Spiele das erhöhte Interesse, die mehr individuellen, an denen das Kind vielfach nur eine gewisse Zeit lang festhält. Es soll natürlich nicht gesagt sein, daß sich die Schulpsychologie nicht mit den individuellen oder die Psychoanalyse