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Ausschnitt aus einem größeren Aufsatze, der im XVIII. Band der „Imago. Zeitschrift für Anwendung der Psychoanalyse auf die Natur- und Geisteswissenschaften“ erschien. (Jährlich vier Hefte im Gesamtumfange von etwa 660 Seiten. M. 22.—.)
Im Sommer 1930 hatte ich die Freude, Mrs. Laura Adams Armer in Berkeley bei San Franzisko näher kennenzulernen. Begeisterung für die Kunst der Indianer hatte sie bewogen, in den Jahren 1923-1930 im ganzen 16 Monate unter den Navahos zuzubringen. Ihr gütiges Wesen, ihr feines Verständnis für die wertvollen Züge der neuen Umgebung, ihre Bereitwilligkeit, alle Entbehrungen des Lebens in der Wüste zu tragen, um in die Eigenart der Indianer einzudringen, erwarben ihr denn auch das volle Vertrauen des sie beherbergenden Volkes. Es wurde ihr daher gestattet, nicht nur die Zauberriten der Navahos mitanzusehen und kinematographisch festzuhalten, sondern auch die mit ihnen verbundenen großartigen Bildnereien zu kopieren. So gelangte sie in den Besitz von mehr als hundert hochinteressanten farbigen Zeichnungen, die sie dem Museum von Santa Fee zuwies. Von einem zuverlässigen Dolmetscher begleitet, konnte sie auch über die Ansichten des beobachteten Volkes, unter dem sie ihr Haus gebaut hatte, zuverlässiges Quellenmaterial gewinnen. Was im folgenden zur Darstellung gelangt, beruht Punkt für Punkt auf Augenschein der Frau Armer.
Die Navahos sind der größte und höchstentwickelte lebende Indianerslamm. Ihre Kopfzahl wird auf über 30.000 geschätzt. Die von ihnen bewohnte, in Arizona und Neu-Mexiko gelegene Reservation ist die größte, die in