You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die folgenden Abschnitte sind der „Neuen Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse“ entnommen, einem Werke, das in diesem Jahre im Internationalen Psychoanalytischen Verlag erschienen ist. Diese neue Folge schließt an die in den Wintersemestern 1915/16 und 1916/17 gehaltenen klassischen „Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse“ an, mit einer XXIX. Vorlesung beginnend, da jene mit der XXVIII. geschlossen hatten, und bringt, diesmal vor gedachter Zuhörerschaft, in sieben Vorlesungen die Fortschritte der Psychoanalyse in den letzten eineinhalb Jahrzehnten zur Darstellung. Wir finden in diesem Werke die Theorien, die sich in dieser Zeit entwickelt haben, — die neue Trieblehre, die Ich-Psychologie, die umfassende Theorie der Angst, — finden die neuen Erkenntnisse über die seelische Entwicklung des weiblichen Kindes, ferner Ergänzungen zu vielen Teilgebieten, Modifikationen und Ausblicke auf Grenzgebiete. Die letzte Vorlesung ist der Auseinandersetzung mit den Weltanschauungen gewidmet. Die folgenden Abschnitte sind der zweiten Vorlesung des Bandes, der XXX. in Fortführung der alten Zählung, entnommen; sie ist „Traum und Okkultismus“ überschrieben.
Meine Damen und Herren! Wir werden heule einen schmalen Weg gehen, aber der kann uns zu einer weiten Aussicht führen.
Die Ankündigung, daß ich über die Beziehung des Traums zum Okkultismus sprechen werde, kann Sie kaum überraschen. Der Traum ist ja oft als die Pforte zur Welt der Mystik betrachtet worden, gilt heute noch vielen selbst als ein okkultes Phänomen. Auch wir, die ihn zum Objekt wissenschaftlicher Untersuchung gemacht haben, bestreiten nicht, daß ihn ein oder mehrere Fäden mit jenen dunklen Dingen verknüpfen. Mystik, Okkultismus, was ist mit