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Aus einer unter dem Titel „Umstimmung des menschlichen Organismus durch seelischen Eingriff und Arznei“ in der „Ärztlichen Rundschau“ München 1931 veröffentlichten Arbeit.
Beim Versuch, kranke Menschen umzustimmen oder umzustellen, so daß sie wieder gesund werden und möglichst Widerstandskraft gewinnen, um gesund zu bleiben, müssen wir uns vorläufig hauptsächlich auf die Erfahrung verlassen. Weshalb im Versuch und am Krankenbett nach einer Arznei Verordnung, einem chirurgischen Eingriff, einer psychoanalytischen Kur, einem Ortswechsel der Mensch in seiner Faser sich geändert hat und seine Anpassung an seine In- und Umwelt besser wird, dafür bestehen zahlreiche Vermutungen, aber noch wenig exakte Grundlagen. Über das post hoc und propter hoc wurde viel gestritten, der Streit soll hier nicht erörtert werden.
Der entstellte Mensch setzt den nichtentstellten voraus. Der entstellte Mensch hat durch eine Störung in seinem psycho-physischen Betrieb so gelitten, daß er die Norm oder richtiger die seiner Individualität unter günstigen Bedingungen erreichbare Norm nicht verwirklicht. Die für jeden also „ideell“ bestehende Norm bezieht sich auf Struktur und Leistung, auf Wesen und Aussehen. Struktur und Leistung sind, wie die gesamte Biologie lehrt, in Wechselbeziehung, wenngleich die Leistung bei gleicher Struktur, wenigstens soweit wir sie erkennen, wechseln kann. Und