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Die „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik“ hat einzelne Hefte zu wiederholten Malen als Sonderhefte erscheinen lassen, die jeweils ein Thema behandeln. So sind z. B. Sonderhefte über die Themen „Spielen und Spiele“, „Strafen“, „Sexuelle Aufklärung“, „Stottern“, „Psychoanalytische Heilpädagogik im Kindergarten“, „Die Psychoanalyse des Kinderzimmers“, „Intellektuelle Hemmungen“, „Menstruation“ und viele andere veröffentlicht worden. Das Doppelheft November — Dezember 1932 (Jahrg. VI.) ist nur den Fragen der „Erziehungsberatung“ gewidmet. Wir bringen im Folgenden eine stark gekürzte Wiedergabe des umfangreichen einleitenden Aufsatzes von August Aichhorn. Andere Beiträge dieses Sonderheftes sind verfaßt von Hans Zulliger („Der Rohrschachsche Testversuch im Dienste der Erziehungsberatung“), Wilhelm Hoffer („Der ärztliche Berater“), Editha Sterba („Ein ungezogenes Kind“), Hans Schikola („Die narzißtische Kränkung der Eltern durch die Erziehungsberatung“) und Fritz Redl („Erziehungsberatung, Erziehungshilfe, Erziehungsbehandlung“).
Die Erziehungsberatung wird in der Regel von Eltern dann aufgesucht, wenn sie selbst Schwierigkeiten in der Erziehung ihrer Kinder nicht mehr überwinden können; in seltenen Fällen, wenn sie aus besonderer Sorge um die Entwicklung des Kindes ängstlich nach Richtlinien suchen. Die prophylaktische Bedeutung der Erziehungsberatung wird noch sehr wenig erkannt.
Der Name Erziehungsberatung deckt den Aufgabenkreis dieser Einrichtung nicht vollständig; zumeist reicht Rat allein nicht aus; es muß auch Erziehungshilfe geleistet und wenn wirtschaftliche und soziale Notstände den Erziehungsnotstand mitbedingen,