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Vorgetragen im Wiener Akademischen Verein für medizinische Psychologie am 17. Mai 1934.
Meine Damen und Herren!
Der Versuch, die analytische Therapie vor Ihnen darzustellen, erschien mir in mehr als einem Sinne gerechtfertigt. Soviel mir erinnerlich, ist eine kursorische Gesamtdarstellung der analytischen Therapie, soweit dies eben im Rahmen eines Vortrags möglich ist, vor Ihnen bisher nicht unternommen worden. Sie haben andererseits eine Reihe von Vorträgen in den letzten Jahren gehört, die Details der analytischen Therapie, Neuerungen der Technik, vor Ihnen aufrollten, andere, die anderen Spezialthemen der Analyse gewidmet waren und doch dabei Streiflichter auf therapeutisches Gebiet zu werfen nicht vermeiden konnten. So könnte mein Vortrag seine Berechtigung als kommentarischer Nachtrag zu diesen Vorträgen erweisen, gleichwie als Vorbereitung für künftige solche Vorträge von analytischer Seite. Ich meine aber, daß wir diese Rück- und Vorschau vernachlässigen dürfen und im Aktuellen verweilen können. Gestehen wir uns recht, die Wirksamkeit der analytischen Therapie ist für viele unter Ihnen ein Geheimnis, zu dem Sie den Schlüssel nicht recht finden können. Das hängt mit der sonderlichen Abwegigkeit des neurotischen Prozesses zusammen, die unserem bewußten Denken so fremd ist und mit der uns erst das Studium der Analyse vertrauter macht. Die vielen Voraussetzungen aus der Neurosenlehre, die eine Darstellung der analytischen Therapie verlangt, erschweren eine Darlegung derselben außerordentlich, und man gerät allzuleicht in die Gefahr, statt des Eigentlichen bei den Voraussetzungen zu verweilen, ein Fehler, den auch ich nicht werde ganz umgehen können. Aber wenn Sie mir die freundliche Geduld