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Aus „Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse“, Bd. XIX, 1933.
Freud hat mehrfach auf die bekannte Tatsache aufmerksam gemacht, daß Fehlhandlungen in hohem Maße „ansteckend“ sind1). Ich glaube, durch die Mitteilung und Erklärung von zwei Fällen solcher Art ein wenig zur Diskussion über diese „Ansteckung“2) beitragen zu können.
Ich bin eines Abends bei Herrn B. eingeladen, der ein eitler und kleinlicher Mensch ist und — obwohl er ziemlich unwissend ist — großen Wert darauf legt, daß man ihn für sehr gebildet halte. Als ich bei B. ankam, waren schon viele Gäste anwesend, aber es wurden noch mehr erwartet. Während der Unterhaltung fällt mir plötzlich ein, daß ich meine Brieftasche im Überrock vergessen habe. Ich stehe unauffällig auf, gehe in das Vorzimmer — dort ist es aber finster und ich finde den Schalter nicht. Ich bin sehr erstaunt darüber, daß man das Licht hier schon ausgelöscht hat, da ja noch Gäste kommen sollen. Ich denke: Diese Art von Sparsamkeit ist wirklich kleinlich. (Die oft verspottete Kleinlichkeit von B. hat auch im Vergessen der Brieftasche eine Rolle gespielt — auf die Analyse dieser Fehlhandlung gehe ich aber hier nicht ein.) Ich gehe in das Zimmer zurück; der Hausherr, der inzwischen meine Abwesenheit bemerkt hat, kommt mir entgegen und fragt, ob ich etwas