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Der folgende Aufsatz stellt die Niederschrift eines Vortrages dar, der am Kongreß für Kleinkindererziehung im Jahre 1932 gehalten wurde. Dieser Vortrag sowie zwei andere am gleichen Kongreß vorgetragene Arbeiten (Siegfried Bernfeld: „Die psychoanalytische Psychologie des Kleinkindes“ und Gertrud Behn-Eschenburg: „Die Erziehung des Kleinkind-Erziehers“) sind im Anschluß aneinander in der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik“ (Bd. VIII, , Nr. 1/2) erschienen. Die vorliegende Wiedergabe ist an einigen Stellen, in denen auf den hier nicht abgedruckten Vortrag von S. Bernfeld Bezug genommen wurde, gekürzt.
Wir kennen alle die schwere Lage des Erziehers. Man hört und liest zwar immer wieder, daß den Erziehern eine der wichtigsten Arbeiten im Gemeinschaftsleben der Menschen übertragen ist, daß sie das wertvollste Material, über das die Gesellschaft verfügt, in die Hände bekommen, daß sie über das Schicksal der kommenden Generation entscheiden usw. In der Wirklichkeit ist aber von einer solch hohen Einschätzung der erzieherischen Arbeit und der Erzieherpersonen selbst sehr wenig zu bemerken. Weder sind die Erzieher finanziell ebensogut gestellt wie etwa die Personen, die über die Ausgrabung von Kohlen aus Bergwerken oder über die Verwaltung von großen Geldmitteln zu entscheiden haben. Sozial müssen sie ständig um die Achtung der Mitmenschen, um die Anerkennung von Seiten der Behörden und der Eltern kämpfen. Und obwohl heute viele Menschen daran glauben, daß die Erziehung umso wichtiger ist, je jünger das Kind ist, so ist es in der Wirklichkeit doch so, daß der Erzieher umso höher eingeschätzt wird, je älter sein Zögling ist. Vergleichen wir etwa die Achtung,