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Aus „Revue française de Psychanalyse“, Tome VII, 1, 1934 (Sonderheft „La pensée magique“). Aus dem Französischen übertragen von Georg Hoppe.
Das Alltagsleben eines gesunden, gut versorgten Mannes ist vor allem durch eine Reihe von Automatismen gesichert. Seine Handlungen und Worte verlangen nur in geringem Ausmaß Nachdenken, Überlegung, freien Entschluß oder gar die Intervention des klaren Bewußtseins.
Es wäre nun interessant zu untersuchen, ob sich nicht am Ursprung dieses Wusts mechanischer Handlungen und Gesten eine mit dem magischen Glauben zusammenhängende Grundanschauung finden läßt. Auf den ersten Blick könnte es scheinen, daß der Lebenslauf des gewöhnlichen zivilisierten Menschen durch wissenschaftliche Gegebenheiten erlernter oder empirischer Herkunft geregelt sei. Bei Menschen, die eine religiöse Überzeugung vertreten, kommen noch Glaubensbestimmungen und sichtlich mit dem Glauben zusammenhängende Bräuche hinzu. Alle diese Beweggründe werden von affektiven Kräften jeder Art, bewußten und unbewußten, hin und her geschoben und gezerrt. Dies ist jedoch der Punkt, in dem wir das Eingreifen einer den Beteiligten meist nicht zu Bewußtsein kommenden magischen Geisteshaltung beobachten können. Der magische Vorgang besteht, schematisch genommen, in einer Ausnahme, die den natürlichen Abläufen und wissenschaftlichen Gesetzen kraft einer unfehlbaren, nahezu automatischen Gewalt zwangsmäßig auferlegt wird. Die Art dieses Prozesses, der auch den Ritus hervorbringt, ist für uns das Wichtigste.
Man konnte die Grundlagen des magischen Glaubens in einer primitiven animistischen Weltanschauung