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Am 13. Dezember 1933 fand in der Medical Section der British Psychological Society eine Diskussion über „The Psychology of Peace and War“ zwischen Dr. Edward Glover, Director of Scientific Research des Londoner Psychoanalytischen Instituts, und Dr. Morris Ginsberg, Professor der Soziologie an der Universität London, statt. In der Aussprache ergriff auch der bekannte Psychoanalytiker Dr. John Rickman das Wort. Die Wechselrede ist im „British Journal of Medical Psychology“ (Vol. XIV, ) veröffentlicht worden, mit dessen Zustimmung nachfolgender Abdruck (in deutscher Übertragung von Dr. Helmut Polt) erfolgt.
Edward Glover: Ich hege den bestimmten Verdacht, daß das heutige Symposion über Krieg und Frieden zu dem Zwecke veranstaltet wurde, um uns eine Art Erholung von den vorangegangenen anstrengenderen Arbeiten der medizinischen Abteilung unserer Gesellschaft zu verschaffen. Wenn dem so ist, dann darf ich wohl behaupten, daß das Komitee mit seiner höchst lobenswerten Absicht vom Eiskasten in die Esse geraten ist. Wir wurden eingeladen, eines der dringlichsten und verwirrendsten Probleme zu erörtern, vor welche die Individual- und Sozialpsychologie gestellt sind. Ganz abgesehen davon, daß die Wellen des Krieges äußerst schwerwiegende Folgen für die Menschheit haben, so führten die Fragen, die dabei auf dem Spiele standen, in der Vergangenheit dazu, daß sich Kirchen spalteten, politische Reformer einander an die Kehle gerieten, und die letzte, aber keineswegs geringste Folge war, daß bitterer Hader unter den Psychologen selbst