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Die im folgenden wiedergegebenen Gedanken bilden die Einleitung zu den „Elementi di Psicoanalisi“, die im Verlage Ulrico Hoepli in Mailand 1930 in erster, 1933 in zweiter Auflage erschienen sind. Die dritte Auflage ist in Vorbereitung. Das Buch ist aus Vorträgen hervorgegangen, die der Verfasser über Einladung der Associazione Medica Triestina gehalten hat.
Ich habe die Einladung, vor einem Kreise von Kollegen zu entwickeln, was Psychoanalyse sei und auf welchen Grundgedanken sie fuße, freudig angenommen. Ich verhehle mir indessen nicht, wie schwierig diese Aufgabe ist, und habe es angesichts dieser Schwierigkeiten immer vermieden, von Psychoanalyse zu sprechen, ohne besonders dazu aufgefordert worden zu sein. Es handelt sich um eine Wissenschaft, die dem heutigen medizinischen Denken noch ferne liegt und die mit Begriffen arbeitet, welche von denen verschieden sind, die bisher der großen Mehrzahl der Ärzte geläufig sind. Es handelt sich darum, sich auf ungewohntem, unbekanntem Boden zu bewegen, und wir wissen, daß unser Sinn vor unbekannten Dingen scheut, daß der Mensch sich dann unbehaglich fühlt, als wären ihm — verzeihen Sie das Bild — die Organe versagt, um den Stoff zu bewältigen.
Lassen Sie mich vor allem anderen sagen, daß die Psychoanalyse eine Hilfswissenschaft der Medizin ist wie die Anatomie, die Physiologie und andere Wissenschaften, daß sie sich aber andererseits auch auf verschiedene andere Äußerungsformen des Geistes anwenden läßt, die mit der Medizin nichts zu tun haben. Um gewisse Vorurteile zu zerstreuen, beeile ich mich zu versichern,