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Dieser Aufsatz des Professors für Sozialwissenschaften in Chicago ist in „The American Journal of Sociologie“, Bd. XXXVII, No. 4, im Jänner 1932 erschienen und gelangt hier mit Zustimmung des Autors und des Verlages mit einigen Kürzungen in deutscher Übertragung (von Walter Eck) zum Abdruck.
Die Psychoanalyse teilt die menschliche Persönlichkeit in drei Schichten oder Instanzen, die die biologischen Bedürfnisse, die sozial erworbenen Hemmungen und die Realitätsprüfung umfassen. Das neugeborene Kind ist als biologischer Organismus durch sein Nahrungsbedürfnis, durch seine exkretorischen Funktionen und durch verwandte Bedürfnisse charakterisiert, sowie durch seine Fähigkeit, sexuelle Triebansprüche zu entwickeln, wenn die entsprechenden Drüsen gereift sind. Wegen der Einschränkungen, die dem Individuum durch die Vertreter eben der sozialen Ordnung, in der es geboren wird, auferlegt werden, können nur sehr wenige seiner primitiven biologischen Triebansprüche unmittelbar erfüllt werden. Wenn diese Einschränkungen nicht mehr als Hindernis der Außenwelt gelten, sondern auf Grund von Veränderungen des Verhaltens eingehalten werden, die man sich angeeignet hat, hat das Individuum eine neue und bedeutende Stufe der Persönlichkeitsstruktur erreicht, die mit dem terminus technicus „Über-Ich“ bezeichnet wird. Die Wahrnehmung der Beziehungen in der Außenwelt und die Beeinflussung der