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Im Jahre 1934 ist im Verlag Alfred A. Knopf in New York ein Buch von Dr. Ives Hendrick „Facts and Theories of Psychoanalysis“ erschienen. In vier Teilen: „The Theories of Psychoanalysis“, „Therapy by Psychoanalysis“, „The Present Status of Psychoanalysis“ ist darin ein Überblick über psychoanalytische Theorie und Praxis in lehrbuchartiger Form gegeben. Wir veröffentlichen im folgenden mit Genehmigung des Verlages Alfred A. Knopf, New York, einen Abschnitt aus dem Kapitel „Indications for Psychoanalytic Treatment and Prognosis“.
Die „Tragfähigkeit des Ichs“ oder, wie man auch sagen mag, die potentielle „Stärke des Charakters“ ist ein unbestimmter Ausdruck, um einige Faktoren zu beschreiben, die nur schwer zu definieren sind, denen aber die äußerste Wichtigkeit für die Prognose eignet. Wir wollen als „Stärke des Ichs“ eine gewisse Fähigkeit bezeichnen, den Kampf mit Schwierigkeiten aufzunehmen, eine Art von Mut, die Fähigkeit, wieder an den Ausgangspunkt zurückzukehren und neu zu beginnen, nachdem die Neurose zu einer Reihe von Niederlagen geführt hat. Oder, um etwas schärfer zu sprechen: Es ist die Fähigkeit, einen hohen Grad seelischer Spannungen zu ertragen, sich um vernünftige Ziele zu bemühen, trotz innerer Schwierigkeiten, die einen in Versuchung führen, zu sagen: „Ich bin nun einmal so geschaffen; mögen die andern sehen, wie sie damit fertig werden“ als Entschuldigung dafür, daß man sich dem Kampf entzieht. Während der Analyse tritt diese Rückzugslinie besonders deutlich in Erscheinung während der schwierigeren Perioden, wenn der Neurotiker vorübergehend ein gewisses Anwachsen schmerzlicher Spannungen erfahren muß im Dienste der Erreichung der letzten Ziele der Analyse. Zu Zeiten wird