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„Aus „Imago, Zeitschrift für psychoanalytische Psychologie, ihre Grenzgebiete und Anwendungen“, Bd. XXI (1935).
Im Jahre 1928 habe ich in einem Aufsatz mit dem Titel „Zum dichterischen Ausdruck des modernen Naturgefühls“ (Imago, XIV, ) einige Gedanken über dieses Thema mitgeteilt. Ich ging damals von zwei Versen aus Ariels Gesang in Faust aus, die lauteten:
Nacht ist schon hereingesunken,Schließt sich heilig Stern an Stern,
und fand, daß die starke Wirkung dieser zwei Verse im Adverb „heilig“ gipfelte. Dieses Adverb macht die Tätigkeit der Sterne, ihr Aneinanderschließen, über die notwendigerweise anthropomorphe, sprachliche Darstellung hinaus in erhöhtem Sinne zu einem menschlichen, eben heiligen Tun. Es ließ sich zeigen, daß durch diese Art der Darstellung die Außenwelt in zweckvoller, harmonisch menschlicher Weise belebt wird, wobei das bewegende Geschehen in der Außenwelt der Effekt des eigenen Wollens ist. Außenwelt und eigenes Ich werden somit durch die Art der dichterischen Darstellung Eines und der Lustgewinn des Naturgefühls, wie es uns im naturlyrischen Gedicht vermittelt wird, beruht auf der unbewußt bleibenden Erweiterung des Ichs über die engen Grenzen der eigenen Persönlichkeit hinaus in die sonst einschränkende Außenwelt hinein. Ich und Welt werden darin Eines. Dieses Einswerden betrachtete ich als eine Regression auf einen früheren Zustand der Entwicklung, auf dem Ich und Außenwelt so sehr noch eins sind, daß die Belebung der Außenwelt als selbstverständlich gilt. Die Technik der Außenweltsbeeinflussung