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Wir bringen im folgenden die einleitenden Abschnitte einer Kranken- und Behandlungsgeschichte, die unter dem Titel „Analyse eines Falles von Pavor nocturnus“ als Sonderheft der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik“ IX. Jahrg. 1935, erschienen ist.
Im folgenden soll die Analyse eines Knaben mitgeteilt werden, der wegen einer Herzneurose und eines Pavor nocturnus in die Behandlung kam. Die Mitteilung dieser einfachen Kranken- und Behandlungsgeschichte eines Kindes erscheint aus folgenden Gründen gerechtfertigt: Diese Analyse kann ein gewisses Licht auf die Bedeutung des Pavor nocturnus oder, vorsichtiger ausgedrückt, einer Form von Pavor nocturnus werfen.1) Außerdem zeigt uns die Analyse beim Kinde eine ganze Reihe von Mechanismen unmittelbar in ihrem Entstehen, zum Beispiel Reaktionsbildung, Projektion, Über-Ich-Bildung, Entscheidung zwischen sozialer und asozialer Unterbringung von Trieben und manche anderen Mechanismen des kindlichen Seelenlebens, während wir in Analysen Erwachsener vor die fertigen Resultate dieser Prozesse gestellt werden und den Vorgang selbst erst deutend erschließen können.