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Mit achtundvierzig Jahren erhielt die Dichterin den Auftrag, ein patriotisches Kinderbuch über Schweden zu schreiben, das die Heimatkunde fördern, lehrreich sein und als Lesebuch dienen sollte. Als gewesene Lehrerin erschien sie, nunmehr sechzehn Jahre lang Schriftstellerin, besonders geeignet. Neues leicht zu erfinden, war nicht so ganz ihre Sache, ihr Arbeiten war oft nur ein Bearbeiten, besonders auch von mündlich überlieferten, volkstümlichen Erzählungen. Diesmal zögerte unsere Dichterin von Weihnachten bis zum Herbst - es sind gerade neun Monate -, ohne einen rechten Einfall zu gebären, und war der Aufgabe fast überdrüssig geworden.
Es war naheliegend, ein bewußtes Zurücktasten in die eigene Jugendzeit anläßlich dieses literarischen Auftrages vorzunehmen und dazu dem alten, längst in andere Hände übergegangenen Heimathof einen Besuch abzustatten, um das Leben und die Tätigkeiten dort besser erinnern zu können.
Was ist dann die Grundidee dieses so überaus weitverbreiteten und beliebten Kinderbuches geworden?
Ein schlimmer, fauler und boshafter Knabe, der auch Tiere zu quälen pflegt, soll eines Sonntags, von den Eltern daheim gelassen, im Gebetbuch lesen, schläft aber dabei ein. Erwacht, beobachtet er ein Wichtelmännchen im Zimmer, fängt es ein; aber dieses macht sich frei, verzaubert ihn in einen zwerghaft kleinen