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Mit Genehmigung des Verlages George Allen & Unwin Ltd., London, bringen wir hier einen fragmentarischen Abschnitt aus dem Buche von Dr. Edward Glover: „The dangers of being human“ (London 1936) zum Abdruck. Das Buch ist aus Radiovorträgen vervorgegangen, die Dr. Glover im Jahre 1935 am Londoner Sender hielt, und stellt psychoanalytische Erwägungen zum Gemeinschaftsleben der Menschen im großen Zusammenhang dar. Der vorliegende Abschnitt ist dem VII. Kapitel des Buches entnommen, dem eine Einleitung eines Würdenträgers der englischen Hochkirche, des Reverend Doktor W. R. Inge, vorangeschickt ist. Deutsche Übertragung von Walter Eck.
Im Laufe unserer Überlegungen mußte ich Ihre Nachsicht auf eine starke Probe stellen. Ich bin mir wohl bewußt, daß die Anschauungen, die ich Ihnen vorlegte, vielen von Ihnen weit hergeholt scheinen mußten. Ich habe behauptet, daß der Mensch als Individuum ein zum großen Teil „irrationales“ Geschöpf ist, dessen Denken von Mechanismen gelenkt wird, die weitgehend dem Schutz vor eingebildeter Angst dienen; weiters habe ich die Meinung vertreten, daß Gruppen von Kulturmenschen sich von Gruppen Primitiver nicht weitgehend unterscheiden und daß die Reaktionen, die innerhalb solcher Gruppen ausgelöst werden, im wesentlichen als Antwort auf unbewußte Angst zu verstehen sind. Darnach wären Verbrechen und Krieg durch unbewußte Angst ausgelöst. Ich weiß sehr wohl, daß von allen Überlegungen, die ich mir erlaubte Ihnen vorzutragen, gerade die, die sich auf unbewußte Befürchtungen, auf Angst und Schuld beziehen, Ihrem besonderen Skeptizismus begegnen mußten.