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Aus dem Abschnitt D des Buches „Das Ich und die Abwehrmechanismen“, dem auch der Beitrag S. 82 entnommen wurde.
Wir schätzen die Phasen von Libidosteigerung im menschlischen Leben für die analytische Erforschung des Es seit jeher sehr hoch ein. Wünsche, Phantasien und Triebvorgänge, die zu anderen Zeiten unbemerkt oder unbewußt vor sich gehen, steigen durch die erhöhte Besetzung zum Bewußtsein auf, überwinden, wo es nötig ist, die Hindernisse, die die Verdrängung ihnen entgegenstellt, und werden im Durchbruch der Beobachtung zugänglich.
Aber auch die analytische Erforschung des Ichs hat allen Grund, diesen Perioden von Libidosteigerung ihr Interesse zuzuwenden. Durch die Intensivierung der Triebansprüche werden, wie wir gesehen haben, indirekt auch die Anstrengungen des Individuums, den Trieb zu bewältigen, in die Höhe getrieben. Allgemeine Tendenzen des Ichs, die in Zeiten ruhigen Trieblebens wenig auffällig sind, bekommen dadurch neue Deutlichkeit und die ausgeprägten Ich-Mechanismen der Latenz oder Erwachsenheit können sich bis zur krankhaften Charakterverzerrung übersteigern. In der Pubertät sind es unter anderen besonders zwei Einstellungen des Ichs dem Triebleben gegenüber, die in ihrer Steigerung für den Beobachter neue Lebendigkeit bekommen und uns den Zugang zum Verständnis einiger typischer Eigenheiten der Pubertät verschaffen: nämlich der Askese des Jugendlichen und seiner Intellektualität.
Die Triebfeindlichkeit des Jugendlichen, wo immer wir sie mitten zwischen seinen Triebexzessen, Triebdurchbrüchen und anderen ihr widersprechenden Einstellungen