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Ein Kapitel aus der Abhandlung „Zur Technik der Erziehungsberatung. Die Übertragung“, Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, X. Jahrg., 1936, Heft 1. Der erste Teil der Arbeit beschreibt die Beziehung der Erziehungsberater zu den Eltern: die theoretischen Grundlagen dieser Beziehung, die planmäßige Beeinflussung verschiedener Elterntypen und gelegentliche analytische Hilfeleistung für die Eltern während der Behandlung ihrer Kinder; der zweite Teil ist den Fragen der Beziehung der Erziehungsberater zu den Jugendlichen gewidmet: der Herstellung der Übertragung im allgemeinen und den Methoden bei bestimmten Formen jugendlicher Verwahrlosung. Die Arbeit ist Sigmund Freud zu seinem 80. Geburtstag gewidmet.
Unter den jugendlichen Verwahrlosten fiel uns ein Typus durch eine besonders gesteigerte Übertragung auf. Seine Beziehungen zu uns bleiben regelmäßig durch lange Zeit so intensiv und eindeutig positiv, daß wir als Erzieher erfreut, mit großer Zuversicht unsere Arbeit in der Erwartung fortsetzen, daß nun sehr bald aus der Objektbeziehung eine Identifizierung mit uns erwachsen müsse, womit dann ein wichtiger Teil unserer Erziehungsarbeit praktisch abgeschlossen gewesen wäre. Jedesmal erlebten wir die unangenehme Überraschung, daß der Jugendliche gerade in dieser Zeit anfing, sich anders zu benehmen, als er nach unserer Überzeugung sich hätte benehmen müssen. Er wurde zwar nicht rückfällig, aber alle seine Äußerungen ließen zu unserem Erstaunen erkennen, daß er erst jetzt begann, uns als