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Aus der Arbeil „Zur Unterscheidung des gesunden und kranken Narzißmus“, Imago, Zeitschrift für psychoanalytische Psychologie, ihre Grenzgebiete und Anwendungen, Band XXII, 1936.
Daß ein Individuum übermäßig narzißtisch mit seinen Erlebnissen mitagiert, kann eine Art Ichschwäche verraten, eigentlich in paradoxer Weise einen Mangel an normalen narzißtischen Gegenbesetzungen. Häufig ist es ferner die Fortsetzung des allgemeinen Verhaltens der Eltern gegenüber dem Kleinkind, das man nicht sich naiv entwickeln und seine Entwicklung naiv erleben ließ. Man könnte sagen, daß ein Kind von guten Eltern sein müsse, um das Verhalten guter Eltern unbeschädigt zu vertragen. Nicht nur im Über-Ich, auch im Ich setzt sich das Verhalten der Umgebung nun als Selbstbeachtung fort. Ich erwähnte diesen bekannten und nicht einer psychoanalytischen Einsicht vorbehaltenen Zusammenhang nur, um daran anknüpfend darauf aufmerksam zu machen, daß wir den eine zeitlang so häufig verwendeten Ausdruck „Ichschwäche“ auch in bezug auf das Verhalten der Ichgrenzen, soweit dasselbe für das Individuum typisch ist, verwenden und dabei die Art der Ichschwäche näher beschreiben können. Ob man das dargestellte Übermaß an narzißtischer Reaktion als Ichschwäche bezeichnen kann, lasse ich dahingestelltes kann eine ständige Bereitschaft und eine übermäßige Wichtigkeit des Ichs bedeuten, die nicht gerade reaktiv gegen die eigenen Schwächen nach dem typischen Adlerschen Mechanismus entstanden zu sein braucht Auch eine größere Affektivität, welche sich in starken Affektreaktionen kundgibt, wird nicht von jedermanns Standpunkt aus als Ichschwäche beurteilt werden. Nicht