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Erster Abschnitt eines unter dem gleichen Titel in der „Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse“, Band XXIII, 1937, Heft 3, erschienenen Aufsatzes.
Wenn wir an dem altbewährten und grundlegenden psychoanalytischen Prinzip festhalten, daß die Sexualität (und deren Struktur) der Neurose (auch der Psychopathie) ihre Form aufzwingt: Wo finden wir das sexuelle Urbild des Psychopathen? Der klassische Don Juan soll uns Aufklärung bringen. Die „Don Juan-Gestalt“ wurde psychoanalytisch erklärt, als ob sie ohne Ende ihre Mutter suchte, eine Art „Ewiger Jude“ des Ödipuskomplexes, der immer wieder die Mutter erobern rund den Vater töten müsse; so besonders in einer Arbeit von Otto Rank1), die auf Bemerkungen Freuds zurückgeht. Stekel2) hat als erster gezeigt, daß der Don Juan homosexuelle Tendenzen abwehren muß, die ihn unbewußt bedrängen. Auch diese Entdeckung geht auf Freuds Auffassung der Erotomanie3) zurück. Diese Erklärungen ruhen beide auf klinischer Beobachtung, gelten jedoch nur für den neurotischen, den mittelalterlich-christlichen Don Juan. Der klassische Don Juan der Renaissance, wie er uns in Mozarts Oper entgegentritt, kennt keine Furcht und keine Abwehr innerer Gefahren. (Ranks Abhandlung steht in diesem Punkte zu den Tatsachen im Widerspruch.) Er tötet den Gouverneur nicht aus Ödipusmotiven, sondern so wie er jeden töten würde, der ihm mit der Waffe in der Hand