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Von Dichtern und Philosophen allerhand Funde und Aufstellungen der Psychoanalyse vorausgenommen zu sehen, sind wir gewohnt. Eine kleine Sammlung solcher Zitate hat der Almanach der Psychoanalyse unter dem Titel „Psychoanalytisches Lesebuch“ ab 1927 begonnen.
Ungewöhnlicher ist es, bei ärztlichen Autoren Auffassungen psychischen Geschehens zu finden, die den analytischen oder wenigstens denjenigen, die sich in den verschiedenen Entwicklungsstadien der Psychoanalyse ergeben haben, nahestehen. Da ist vor allem auf die bekannte Hippokratesstudie von G. Baissette zu verweisen. Eine Beschreibung des kindlichen Lustprinzips (aus dem Jahre 1887) kam mir kürzlich zu Gesicht. Sie stammt vom Verfasser eines kinderpsychiatrischen Handbuches, Hermann Emminghaus — nicht zu verwechseln mit Hermann Ebbinghaus — und lautet: „Das Handeln oder Unterlassen der Kinder“ sei „nur auf Gewinnung, Erhaltung subjektiver Lustzustände“ auf Vermeidung subjektiver Unlust gerichtet.“ Das leidenschaftliche kindliche Lustslreben stellt E. in Geeensatz zum „Willen“ des Reifern, wobei die nähere Beschreibung dieses „Willens“ weitgehend eine Vorformulierung sowohl des Realitätsprinzips als auch gleichzeitig einer ideal-moralisch gezügelten Ich-Funktion ist1).
Heute möchte ich kurz auf einen englischen Psychiater hinweisen. Sein Buch ist zwanzig Jahre älter als dasjenige des eben genannten deutschen Autors, frappiert