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Die Kommunikation mit dem Unbewußten des Patienten kann von verschiedenartigen Störungen des Deutungsprozesses durchkreuzt werden, die den Verlauf des analytischen Prozesses beeinflussen. Dies geschieht beispielsweise dann, wenn die - implizit wie unbewußt geäußerten - Deutungen des Analytikers den Charakter von Verboten, Suggestionen oder Ratschlägen annehmen, wenn sie auf seine Gegenübertragung anspielen oder auch seine Einstellung zur äußeren Realität wiedergeben. Derartige Einflüsse auf die unbewußte Kommunikation bleiben meist verborgen, denn dem Patienten geht es scheinbar gut, wenn er auf Andeutungen des Analytikers reagiert, die von ihm als Aufforderung zum Ausagieren verstanden werden. Mit diesem Verhalten stellt der Patient eine narzißtische Identifizierung mit seinem Analytiker her. Auch wenn es nicht zu einer Einsicht kommt, kann die Identifizierung mit dem idealisierten Objekt doch zu einer vorübergehenden Besserung führen. Deutungen verlieren so ihre besondere Qualität als Instrument zur Erforschung des Unbewußten. Auf der deskriptiven Ebene geht es bei diesem Phänomen darum, wie die Subjektivität des Analytikers unbewußt vermittelt und durch den Patienten wahrgenommen wird (, Aron 1991, Leary 1994, Gabbard 1997, Puget 1998, Renik 1998, Berenstein 2003, Mabilde 2003).
In dieser Arbeit soll vor allem untersucht werden, zu welchen Verzerrungen es bei der Arbeit des Analytikers kommen kann. Formuliert der Analytiker seine Deutungen, so ist ihm möglicherweise nicht bewußt, daß er - anstatt eine Kommunikation mit dem Unbewußten des Patienten herzustellen - diesem mit Hilfe nichtsprachlicher Elemente etwas von seiner eigenen inneren Welt zeigt. So können seine Deutungen beispielsweise durch prä-und paraverbale Besonderheiten seine emotionale Befindlichkeit vermitteln: durch den Klang seiner Stimme, seine Intonation, den Rhythmus der Sprache und den Zeitpunkt seiner Deutungen. Zwar befriedigt dies die voyeuristische Neugier des Patienten