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Zunächst möchte ich Paul Williams und Glen Gabbard dafür danken, daß sie mich dazu eingeladen haben, einen Beitrag zu verfassen über einen Autor, der mich stets fasziniert hat. Gleicher Dank gilt Edna O'Shaughnessy für ihren Großmut, mit dem sie diese »Psychoanalytische Kontroverse« eröffnet hat, indem sie in ihrer vielschichtigen Arbeit mit außerordentlicher Genauigkeit die verschiedenen Perspektiven aufzeigt, aus denen Bions Werk studiert worden ist.
Edna O'Shaughnessys Text gibt mir die Möglichkeit, mich ohne Umschweife auf meine eigene Herangehensweise an Bion zu konzentrieren: eine einseitige Sichtweise zweifellos, aber doch immerhin eine - wenn sie im Rahmen des umfassenden Zusammenhangs, der hier zugänglich gemacht worden ist, und neben Elizabeth de Bianchedis Beitrag betrachtet wird -, von der ich hoffe, daß sie einige Aspekte dieses komplexen Autors klären kann.
Die Phase Bions, die ich am meisten liebe, ist bezeichnenderweise diejenige, die von den 1960ern bis zu seinen späten Schriften reicht, insbesondere seine Seminare und seine Diskussionen (Bion 1974, 1975a, 1975b, 1978, 1980, ). Der Bion, den Edna O'Shaughnessy als »weniger diszipliniert« beschreibt, ist für mich der Faszinierendste, und zwar gerade wegen der >Ungesättigtheit< seiner Texte und der Vielfalt möglicher Bedeutungen, die sie kontinuierlich entbinden. Seit vielen Jahren leite ich Lesegruppen von Bions Werken, und noch immer werde ich jedesmal mit neuen Entdeckungen oder neuen Ideen bereichert.
Was das Problem von Kontinuität/Diskontinuität anbelangt, so gibt es meiner Meinung nach keinen Zweifel daran, daß Bion sich definitiv aus einer Kleinianischen Matrix herleitet. Indes glaube ich, daß ab einem bestimmten Punkt eine solche Matrix ein neues Modell hervorbringt, das nicht mehr nur eine lineare Expansion des vorigen ist, sondern einen qualitativen Sprung, eine Zäsur beinhaltet (nicht unähnlich der Relation zwischen dem Kleinianischen und dem Freudschen Modell). Was zwischen diesen drei Model