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In dieser Arbeit schlage ich vor, zwischen einer deskriptiven Bedeutung von après-coup und einer dynamischen Bedeutung desselben Begriffes zu unterscheiden. Das entspricht Freuds Unterscheidung zwischen deskriptivem und dynamischem Unbewussten im topographischen Modell des seelischen Apparats. In deskriptivem Sinn bezieht sich après-coup darauf, wie das Konzept vor allem, aber nicht allein, in der französischen Literatur verwendet wird, um im fortschreitenden Verlauf einer psychoanalytischen Sitzung von einem Moment zum anderen retrospektive Sinnzuschreibungen (signification) zu erfassen.1 Im Folgenden gebe ich einen Überblick über das dynamische après-coup, dem man nach meiner Ansicht im Kern der Freudschen Metapsychologie begegnet. Das dynamische après-coup stellt eine Verbindung her zwischen dem Trauma, der Kastration, dem Wiederholungszwang, der Sexualität und der Zeitlichkeit im Gesamtzusammenhang der Übertragung.