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Die psychoanalytische Kur ist an Sprache gebunden. Psychodynamische Phänomene, die keinen sprachlichen Ausdruck finden können, stellen für uns Psychoanalytiker eine besondere Herausforderung dar. Als Themenschwerpunkt für den vorliegenden dritten Band der Reihe »Ausgewählte Beiträge aus dem International Journal of Psychoanalysis« aus dem Jahr 2007 haben wir Arbeiten zusammengefasst, die »Besonderheiten psychoanalytischer Technik« in den Blick nehmen und psychoanalytische Kollegen anregen können, in ihrer täglichen Praxis neue Perspektiven für den besonderen methodischen Zugang zu diesen klinischen Phänomenen zu entdecken.
Als Psychoanalytiker sind wir überzeugt, dass die Geschichte eines Patienten für das Verständnis seiner seelischen Dynamik eine entscheidende Rolle spielt. Ganz unterschiedlich wird jedoch beurteilt, auf welche Weise wir von der persönlichen Vorgeschichte erfahren und wie wir sie verstehen, um sie behandlungstechnisch zu verwenden. Aber entscheidend ist die Frage, was letztlich zu Veränderungen führt: Ist es die historische Rekonstruktion, die wir dem Patienten nahe bringen sollten, oder geht es vielmehr um das Verständnis des durch die Geschichte geprägten Erlebens in der aktuellen Situation? Michael Feldman (Britische Psychoanalytische Gesellschaft, London) legt mit beeindruckender Klarheit seine Überzeugung dar, dass sich die Geschichte eines Patienten immer in der Übertragungs-Gegenübertragungsbeziehung manifestiert, da sie in die inneren Objektbeziehungen eingebettet ist. Wenn der Analytiker in der analytischen Stunde der Dynamik der inneren Objektbeziehungen seines Patienten folgt und erfassen kann, wie diese durch die individuelle Vorgeschichte gefärbt ist und in der Sitzung wieder auflebt, so kann er sie im Hier und Jetzt der Stunde deuten. Auf beeindruckende Weise illustriert Feldman an klinischen Beispielen, wie sich durch dieses technische Vorgehen die zugrunde liegenden Ängste mildern lassen, so dass der Patient in die Lage versetzt wir