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Sollten Analytiker allen Patienten gegenüber gleich sein? Oder müssen sie bei verschiedenen Patienten unterschiedlich sein? Vertraute Fragen mit einer naheliegenden Antwort: Ja und … ja.
Gewisse Aspekte der Behandlungstechnik sind immer gleich. So suchen Analytiker immer nach der unbewussten Bedeutung in den Assoziationen des Patienten, sie deuten den Widerstand und die Übertragung und versuchen eine neutrale analytische Haltung einzunehmen. Andere Aspekte dagegen werden unterschiedlich sein, sie sind geprägt von dem, was der Patient in den Augen des Analytikers gerade braucht. So kann der Analytiker zum Beispiel die Geschichte oder das Hier und Jetzt betonen, er kann aktiv sein oder schweigen, und seine Deutungen können fokussiert und genau zugeschnitten sein oder anspielungsreich und offen gehalten.
Diese Erklärung, warum die Antwort auf beide Fragen >ja< lautet, nimmt auf äußere Aspekte der Behandlungstechnik Bezug. Hier ist eine weitere Darstellung aus einem anderen Blickwinkel:
Es ist wichtig, dass der Analytiker bei jedem Patienten authentisch bleibt. Dennoch müssen Analytiker bei verschiedenen Patienten auch unterschiedlich emotional verfügbar sein oder die Besonderheiten ihrer analytischen Identität unterschiedlich einsetzen. Auch dies erklärt, warum der Analytiker der Selbe, aber nicht der Gleiche bei jedem einzelnen Patienten ist; aber diese Erklärung bezieht sich auf die inneren Aspekte der analytischen Behandlungstechnik.
Psychoanalytiker hören sowohl dem Patienten im Außen zu als auch sich selbst in ihrem Innern. Was der Psychoanalytiker auf das, was er vom Patienten hört, antwortet, was er sagt oder nicht sagt, ist Teil der äußeren Aspekte der Behandlungstechnik. Wenn ich von inneren Aspekten der Behandlungstechnik spreche, so denke ich an die Antwort des Analytikers auf das, was er in seinem Innern hört, und