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Dear Editors,
Es freut mich, dass Dr. Grotstein, eine Autorität auf dem Gebiet der projektiven Identifizierung, meine Arbeit schätzt und vielen meiner Ausführungen zustimmt. Insbesondere freut mich sein Interesse an den vielen Formen der Identifizierung, die mit dem Konzept der projektiven Identifizierung erfasst werden sowie an der Beziehung zwischen projektiver Identifizierung und Wissen/Erkenntnis. Gestatten Sie mir, seine eigene Darstellung des Erkenntnisprozesses zu zitieren, die er zum einen von und zum anderen aus seiner eigenen Erfahrung abgeleitet hat, nach der »das Subjekt projektive Identifizierung sowohl auf inhärente wie erworbene Präkonzepte anwendet, wenn es auf die vom Objekt ausgehenden Stimuli antwortet. Meines Erachtens erfassen wir die Realität auf diese Weise« (Grotstein 2002). Ich denke, diese Beschreibung trifft auch auf die Empathie zu, wie ich in meiner Arbeit dargelegt habe, sowie auf den Vorgang, »zum Patienten zu werden«. Auch wenn Dr. Grotstein sich nicht explizit dazu äußert, geht auch er vermutlich davon aus, dass der Analytiker nur vorübergehend zum Patienten »wird«, um dann anschließend wieder er selbst zu sein statt in eine unentwirrbare Konfusion mit dem Patienten zu geraten.
Ich verstehe Dr. Grotsteins Brief als Einladung, sich erneut mit der projektiven Identifizierung auseinanderzusetzen, aber im begrenzten Rahmen meines Antwortschreibens kann ich nur wiederholen, dass sie meines Erachtens nicht durch »einen weiteren Mechanismus ergänzt werden muss, um der unbewussten Kommunikation zwischen zwei realen menschlichen Individuen zu dienen«. Ich gehe eher davon aus, dass projektive Identifizierung eben durch diese »zusätzlichen Mechanismen« - gestikulieren, in Gang bringen, anstoßen, aber auch einfach durch verbale Äußerungen - funktioniert. Hätten Bion und seine Nachfolger der mütterlichen Funktion (und analog der des Analytikers) des Aufnehmens, Containens und Transformierens der projektiven Identifizierungen des Kindes (und des Pa