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In der vorliegenden Arbeit richtet der Autor seinen Blick auf den Körper in der analytischen Sitzung und führt den Leser dazu, diese Perspektive einzunehmen. Dadurch wird einfühlbar, wie die — eigentlich selbstverständliche — Gegenwart des Körpers und der körperlichen Empfindungen in der Analyse einer Beachtung bedarf. Erst indem das Auftauchen des Körpers in das sprachliche Geschehen der Sitzungen einbezogen wird, kann es für den analytischen Prozess in fruchtbarer Weise genutzt werden. Mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Darstellung einiger Thesen Bions und einer seiner Schüler, des Brasilianers Ferrari, zum Thema der Leib-Seele-Verbindung wird ein theoretischer Rahmen geliefert. Besonders interessant ist die Idee der Funktion des Körpers als konkretes Objekt, welches die Fähigkeit zu denken und zu symbolisieren entwickelt.
Durch die Darstellung von vier klinischen Vignetten wird das Material plastisch nachvollziehbar, wobei besonders der Einfluss der vorgestellten Perspektive auf das technische Vorgehen des Analytikers im Umgang mit Übertragung — und Gegenübertragung, bzw. der Interventionstechnik bemerkenswert ist. Die Funktion des Analytikers wird vorrangig im Bild einer Hebamme verstanden, die den Dialog zwischen Körper und Geist des Analysanden ermöglicht.
Uta Karacaoglan