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Als Grundlage seiner Untersuchung von Bedeutung und Nutzen des Konzepts der therapeutischen Regression dient dem Autor die eigene Ratlosigkeit angesichts der Frage, wo dieses Konzept in seinem klinischen Denken und seiner Praxis einen Platz finden könnte. Er unterscheidet drei Bedeutungen, in denen der Begriff »Regression« im psychoanalytischen Diskurs vorkommt: als Möglichkeit, eine primitive Ebene des Erlebens zu bezeichnen; als Erinnerung daran, dass in bestimmten klinischen Situationen der Verzicht auf Interventionen eine große Bedeutung hat; und als Beschreibung einer Phase in der analytischen Behandlung mancher Patienten, in der der Analytiker die gewohnte analytische Technik zurückstellen muss, um eine Regression beim Patienten zu begünstigen. In dieser dritten Bedeutung als »therapeutische Regression« wird der Begriff im vorliegenden Beitrag untersucht. Dazu dient vor allem die ausführliche Diskussion zweier Fallvignetten, die Winnicott bzw. Khan als Beispiele für die sogenannte therapeutische Regression anführen. Der Autor legt dar, dass das Verständnis des klinischen Prozesses durch die Einführung des Konzepts der therapeutischen Regression in diesen Beispielen eher eingeschränkt als gefördert wird. Er folgert, dass das Konzept für ihn wie für andere Autoren klinisch nicht hilfreich ist, obgleich er anerkennt, dass viele psychoanalytische Autoren das allgemeinere Konzept der Regression weiterhin brauchbar finden und dass die Auseinandersetzung mit dem spezifischeren Konzept der therapeutischen Regression immerhin Fragen nach dem therapeutisch Wirksamen in psychoanalytischen Behandlungen wach hält.
Barbara Strehlow