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Zeitlichkeit empfinden, träumen und denken können - dies sind basale seelische Aktivitäten, die im Kontakt mit den ersten Objekten entstehen. Aus ihnen entwickelt sich die Fähigkeit, Verlust- und Schuldgefühle sowie allerlei andere unangenehme Empfindungen in sich zur Kenntnis zu nehmen und sich dennoch zu trauen, zu lieben und schöpferisch zu sein. Sind diese fundamentalen seelischen Bewältigungsformen unentwickelt, beschädigt oder gar zerstört, ist der seelische Organismus zu seinem Überleben darauf angewiesen, sich auf primitivere Funktionsmechanismen zurückzuziehen. Doch wo diese herrschen, da trifft das Seelische paradoxerweise wieder auf jenen namen- und zeitlosen Schrecken, dem es mit seiner Zuflucht zu ihnen gerade entrinnen wollte. Welche Wege bietet die Psychoanalyse, sich aus dieser Lage zu befreien? Und auf welche Grundmechanismen seelischen Geschehens kann sie hierbei zurückgreifen?
Mit diesem hier skizzierten Themenkomplex befassen sich die Autoren dieses Bandes aus unterschiedlichsten Perspektiven und in einer jeweils anderen Gegenstandsbildung. Dabei stehen in einigen Beiträgen Psychoanalytiker selbst im Mittelpunkt, in anderen ihre Patienten. Und in manchen beide - als Kinogänger.
Glen Gabbard und Thomas Ogden beschreiben in ihrem Beitrag jene Reifungserfahrungen, die jeder Analytiker in den Jahrzehnten nach Beendigung der analytischen Weiterbildung auf seine je eigene Weise durchläuft. Als Kern dieses Prozesses betrachten sie die Entwicklung der Fähigkeit, die inneren unverwechselbaren Eigenheiten zu erkennen und im Sinne eines fruchtbaren Wachstumsprozesses zu entfalten. Hierzu gehört auch, uns von unseren eigenen Analytikern, Supervisoren und Lieblingsautoren zu >verabschieden<