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Der Autor untersucht die Zusammenhänge zwischen Matte Blancos Begriff der »symmetrischen Verrücktheit«, d.h. dem Aufruhr, der für das niedrigste Niveau mentaler Funktionen charakteristisch ist, und Bions Konzept der katastrophischen Veränderung. Für Bion entstammen mentale Verknüpfungen der formlosen Dunkelheit der Unendlichkeit. Bei einer katastrophischen Veränderung geraten emotionale Gewaltsamkeit und die beschränkende Natur von Repräsentationen miteinander in Konflikt und machen das Subjekt zum Träger einer Explosivität, die seine mentalen Ressourcen lähmt. Matte Blanco bestimmt die Unteilbarkeit als den Abgrund, in dem jegliche Differenzierung aufhört; sein Modell baut er auf dem Konflikt zwischen Symmetrie und Asymmetrie auf. Unendlichkeit, so behauptet er, findet sich dort, wo sich die ersten Formen der Mentalisierung entwickeln. Sowohl Bion als auch Matte Blanco betonen den Gegensatz zwischen der Unermesslichkeit des mentalen Raumes und der raum-zeitlichen Ordnung, die durch den Beginn der Denkfunktionen eingeführt wird. Der Autor stellt klinisches Material aus der Analyse eines psychotischen Patienten dar, anhand dessen er die Notwendigkeit betont, sowohl die Durcharbeitung der Denkhemmung (Bion) als auch die »Entfaltung« der Manifestationen der Symmetrie (Matte Blanco) anzuregen, um damit die Aktivierung der Quellen des Denkens zu fördern. In dieser
Anm.d.Ü.: Englischer Titel: »Symmetric frenzy and catastrophic change«. Eine wörtliche Übersetzung von »symmetric frenzy« ist wenig sinnvoll und führt zu Missverständnissen, solange Matte Blancos Ausgangspunkt der »Bi-Logik« nicht klar ist: die »Koexistenz von zweierlei Logik im Bewussten sowie im Unbewussten« (Fink 1994, S. 427; vgl. hier auch eine Darstellung der Theorie Matte Blancos auf Deutsch), nämlich einer uns geläufigen Aristotelischen, asymmetrischen Logik und einer symmetrischen Logik, nach deren Regeln sich Freuds Primärvorgang richtet (ebd., S. 429).
Phase seien Übertragungsdeutungen eher hinderlich. Lombardi beendet seine Ausführungen mit der Darstellung zweier späterer Sitzungen, in denen das Erkennen des Analytikers in der Übertragung dem Analysanden ermöglicht, seine Fähigkeit zum »Containment« und zu asymmetrischer Differenzierung zu entwickeln.