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Aus psychoanalytischer Sicht kann man einige der Haupteigenschaften von Filmen, die von intimen Beziehungen handeln, im Wesentlichen unter drei Kategorien subsumieren: Die erste Kategorie betrifft die psychodynamischen Eigenschaften und unbewussten Bedeutungen jener feinen Grenze, die physisches Begehren von emotionaler Beziehung trennt oder - um es prosaischer zu sagen - Sex von Liebe. Genauer: Liebesfilme lassen sich von erotischen Filmen dadurch unterscheiden, dass Sexualität, wiewohl allgegenwärtig, in den Ersteren implizit, in den Letzteren dagegen explizit erscheint. Was erotische wiederum von pornografischen Filmen unterscheidet, ist schon schwerer zu fassen - will man nicht auf höchst allgemeine und subjektive Weise festlegen, was wann und wo als »guter« versus »schlechter« Geschmack gilt, als ästhetisch gefällig oder moralisch anstößig.
Die zweite Kategorie hebt auf die Bedeutung universaler triangulärer, d. h. ödipaler Beziehungen ab. Jede intime Beziehung zwischen zwei Individuen entbindet mächtige unbewusste Fantasien, auch über den impliziten, gelegentlich sogar expliziten, ausgeschlossenen »Dritten«. Das macht solche Beziehungen und ihre filmische Repräsentation manchmal so erregend und dann wieder so schmerzhaft, fast immer aber enorm kompliziert. Otto Kernberg weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass wir über direkte und umgekehrte Triangulierungen verfügen: Die direkte Triangulierung umfasst die unbewusste Fantasie »von einem ausgeschlossenen Dritten, einem idealisierten Vertreter des eigenen Geschlechts - dem gefürchteten Konkurrenten, der den Rivalen aus der ödipalen Phase verkörpert«. Jeder Mann und jede Frau, fährt Kernberg