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In diesem Beitrag stellen die Autoren weiteres klinisches Material vor, das aus ihrer Tätigkeit innerhalb der Pariser Psychosomatischen Schule stammt (vgl. Aisenstein 2006). Dargelegt werden zunächst die Grundlagen der Psychosomatik bei Freud. Anschließend folgt ein kurzer Überblick über deren Weiterentwicklung nach Freud; besonderes Augenmerk gilt dabei der Pariser Schule (Ecole de psychosomatique de Paris), die den Somatisierungsprozess als Ergebnis einerseits von Regression und andererseits von Triebentbindung betrachtet. Nach Ansicht der Autoren kann die zweite Variante zur allmählichen Ausbildung schwerer und tödlicher Krankheiten führen. Erläutert wird dann die Beziehung zwischen der klassischen psychoanalytischen Kur und der psychotherapeutischen Behandlung, wie sie die Pariser Schule durchführt. Im Anschluss stellen die Autoren zwei klinische Fälle, nämlich zwei Frauen mit Brustkrebs, vor. Dabei geht es ihnen sowohl um das Verfahren, mit dem sich die Eignung der Patientinnen für eine psychotherapeutische Behandlung sowie ihre psychische Gesundungsfähigkeit beurteilen lässt, als auch um die im zweiten Fall angewandte psychoanalytische Therapie im Sitzen. Zuletzt erinnern die Autoren daran, dass Freud seit 1920 den Akzent auf das Gegensatzpaar Lebens- versus Todestrieb verschoben und damit die Selbstzerstörung ins Zentrum des psychischen Geschehens gerückt hat. Sie schließen ihren Beitrag mit der These von einer Konvergenz zwischen einerseits der aktuellen Forschung auf dem Gebiet von Biologie und Medizin, insbesondere zum Problem des programmierten Zelltods, und andererseits der psychoanalytischen Psychosomatik, weil beide Ansätze versuchen, Licht auf die Somatisierungsprozesse zu werfen und aufzuzeigen, wie gerechtfertigt eine psychoanalytische Behandlung ist, sobald Patienten zur psychischen Reorganisation während ihrer Krankheit und ärztlichen Behandlung imstande sind.