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Die offizielle Erforschung der Hysterie begann mit der Psychoanalyse, die den Weg für die Untersuchung des Unbewussten frei machte. Allerdings findet sich in der Literatur keine psychoanalytische oder psychiatrische Abhandlung über hysterische Epidemien wie die hier beschriebene, von der Hunderte adoleszenter Mädchen über mehrere Monate erfasst waren. Diese Epidemie ereignete sich in einer religiösen Internatsschule in einer ländlichen Region Mexikos. Das Ziel unserer Studie war es, psychoanalytische und soziokulturelle Aspekte zu ermitteln, die zur Erklärung des Ausbruchs dieser Verhaltensepidemie beitragen könnten, bei der junge Mädchen nicht mehr normal gehen konnten, was zeitweilig dazu führte, dass die Alltagsaktivitäten der Internatsschule eingestellt wurden. Schlüsselfiguren wurden interviewt, darunter die ersten Fälle betroffener adoleszenter Mädchen und Nonnen. In den Interviews wurde nach der Lebensgeschichte der Schülerinnen und nach ihrem Leben im Internat vor und während der Epidemie gefragt. Wir fanden heraus, dass diese Internatsschule wie eine große Familie funktionierte, die infolge der Kommunikationsformen ihrer Mitglieder unter einer psychotischen Episode leidet. Dieser Artikel beschreibt das Phänomen und legt besonderes Augenmerk auf die beobachtete Kommunikation unter den Bewohnern und den Besuchern der Internatsschule zum Zeitpunkt des Ausbruches.