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Sie haben den siebten Auswahlband 2012 mit ins Deutsche übersetzten Beiträgen aus dem IJP 2011 vor sich. Ein kurzer Rückblick mit einigen Überlegungen zum Übersetzen soll den Anfang machen.
Als das International Journal of Psychoanalysis (IJP) 1920 von Ernest Jones ins Leben gerufen wurde, war es das dritte offizielle Vereinsorgan der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Die beiden anderen waren deutschsprachig, nämlich die Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse und die Imago. Das International Journal war »für England und Amerika« (Freud) bestimmt. Als die Internationale Zeitschrift 1941 ihr Erscheinen einstellte - sie war die letzten zwei Jahre in London erschienen -, endete das Privileg der deutschsprachigen Leser, viele der neuen psychoanalytischen Publikationen in Freuds Sprache und mit Fachbegriffen, die im Deutschen gebildet worden waren, lesen zu können.
Die Vertrautheit der Muttersprache ist auch bei den wissenschaftlichen Texten der Psychoanalyse ein wichtiges Element in der Beziehung zu diesem Text. Das Gefühl, dass ein Text »zu mir spricht«, hängt zwar sicher nicht in erster Linie davon ab, in welcher der Sprachen der Welt er geschrieben wurde und in welcher Sprache ich ihn lese, aber die Aufnahme der emotionalen Feinheiten gelingt nun einmal am leichtesten in der Muttersprache.
Seit 1941 ist das IJP das einzige offizielle Vereinsorgan der IPA, und statt des Deutschen wurde Englisch zur verbindenden Sprache der Psychoanalyse. Über nationale Sonderentwicklungen hinaus dient das IJP als einigendes Forum innerhalb der internationalen Psychoanalyse. Das Journal repräsentiert die Diversität psychoanalytischen Denkens und bietet zugleich einen unverzichtbaren Diskussionsraum für Fragen der Theorie, Technik, von Ausbildungsmodellen, Anwendungsbereichen und soziokulturellen Geschehnissen. Die